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Orgeln

Solothurn verfügt über eine aussergewöhnliche Orgellandschaft.

Jede Orgel erzählt ihre eigene Geschichte – klanglich, architektonisch und historisch.

 

OrgelSOunds Solothurn führt das Publikum auf eine musikalische Entdeckungsreise durch diese Vielfalt. Unterschiedliche Instrumente, Räume und Akustiken prägen die Konzerte und machen jedes Erlebnis einzigartig.

 

Hier stellen wir die beteiligten Orgeln und Spielorte vor.

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Die Orgeln von Solothurn

Die Unberechenbare

Stadtkirche

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Die Orgel der reformierten Stadtkirche wurde 1925 von der Firma Kuhn in Männedorf erbaut. Im Laufe der Zeit wurde sie mehrmals verändert und 2006 bis 2007 – auf Veranlassung der Denkmalpflege – in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Sie ist eine der noch wenigen erhaltenen spätromantisch-sinfonischen Orgeln der Schweiz – und sie besticht durch den Farbreichtum ihrer Klangmöglichkeiten.

Die Traktur ist pneumatisch – und das hat seine Tücken. Darauf zu spielen, sei oft wie ein Blindflug, weiss Organistin Nadia Bacchetta: «Durch die Pneumatik gibt es je nach Ton oder Register eine grosse Verzögerung zwischen Anschlag und Klang.»

Zudem reagiere die Orgel auf Wetterumschwünge: «Wenn man sich an die Orgel setzt, weiss man nie, wie es ihr gerade geht.» Aber auch wenn diese Orgel eine grosse Herausforderung ist, sagt Bacchetta: «Ich liebe die alte Lady. Man muss ein grosses ‹Gspüri› entwickeln, um ihr das Maximum abzuverlangen.»

Hier gehts zu Disposition und Geschichte der Orgel >

Die Geradlinige

Franziskanerkirche

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Sally Jo Rüedi ist seit 2008 Organistin in der Franziskanerkirche. Sie kennt die Orgel inzwischen so gut, dass sie diese zum Teil selber stimmt: «Zum Beispiel vor Ostern, wenn das Wetter unbeständig und die Orgel darum leicht verstimmt ist. Bei einem Silvestergottesdienst musste ich sogar mal in festlicher Robe auf allen vieren unter Anleitung des Orgelbauers die Orgel flicken.»

 

Zudem hat sie 2012 bei einer kleineren Revision der Orgel mitgeholfen. Damals dauerte die Stimmung zwei Tage.

Die Orgel hat eine spannende Geschichte hinter sich: 1996 musste das im Jahr 1956 von Orgelbauer Metzler erbaute Instrument in aufwendiger Arbeit im Rahmen einer Kirchenrestauration um 1,5 Meter verschoben werden. Sie versperrte damals das Westfenster. «Zudem erreichte man die Rückseite der Orgeln nur über die Fensternische», weiss die Organistin. Vom Kirchenraum aus sieht die geradlinige und schnörkelfreie Orgel aus wie ein Engel. 

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Die Prunkvollste

Jesuitenkirche

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Die Orgel der Jesuitenkirche wurde 1791 bis 1794 vom Aedermannsdorfer Franz Joseph Otter gebaut. Die letzte umfassende Restaurierung erfolgte 2012.

 

Das Instrument zeichnet sich durch den hohen Bestand an originalen Pfeifen aus: Nur 2 der 22 Register mussten im Laufe der Zeit rekonstruiert werden. Von weitem scheint die Orgel aus Marmor zu sein. Aus der Nähe sieht man aber, dass es mit einer Marmorierung

versehenes Holz ist. Die historische Substanz macht die Orgel zu einem der wertvollsten historischen Instrumente der Schweizer Orgellandschaft.

 

Organist Benjamin Guélat schwärmt: «Sie entspricht einem barocken Klangideal.» Und er kennt eine versteckte Besonderheit der Orgel. Drei

der rund 1200 Pfeifen enden in einem Wasserbehälter. Werden diese angespielt, erklingt ein «Zwitschern», welches an den Ruf der Nachtigall erinnert.

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Die Grösste und die Älteste

St. Ursenkathedrale

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Das Gehäuse der Hauptorgel auf der Westempore ist so alt wie die Kathedrale selber: Nämlich ganze 250 Jahre. Das Innere wurde 1942 von der Firma Orgelbau Kuhn aus Männedorf erbaut. Mit 4000 Pfeifen ist sie mit Abstand die grösste Orgel in Solothurn.

Sie erklingt vor allem an den Wochenenden und bei Grossanlässen. Von der Orgel aus hat der Organist mittels eines Bildschirms den Blick ins Geschehen in der Kirche.

Beim Brand im Jahr 2011 musste diese prunkvolle Orgel – sowie die Chororgel – mit viel Sorgfalt auseinandergenommen und gereinigt werden. Der Organist Benjamin Guélat dazu: «Sie hat zum Glück keinen Schaden genommen.»

Noch älter als die Hauptorgel ist die Prozessionsorgel, die sich hinter der Chororgel befindet. Die kleinste aller Solothurner Orgeln wurde 1696 von Johann Christoph Albrecht aus Waldshut für das Kloster Namen Jesu Solothurn erbaut.

Heute gehört sie dem Museum Blumenstein – und seit Juni 2022 steht sie in der Kathedrale, wo sie regelmässig zum Einsatz kommt. Die Orgel wurde im vergangenen Jahr revidiert und mit einem Motor versehen. Alt sind Klaviatur, Windladen, Traktur, ein grosser Teil des Gehäuses sowie die meisten Holzpfeifen.

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