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Ein Improvisationsduell auf der Königin der Instrumente mit Vincent Thévenaz und Guy-Baptiste Jaccottet.

Orgel Battle

Ein Improvisationsduell auf der Königin der Instrumente mit Vincent Thévenaz und Guy-Baptiste Jaccottet.

Datum:

Freitag, 23. Oktober 2026

Zeit:

20:00 Uhr

Ort:

Stadtkirche

Eintritt frei - empfohlene Spende CHF 20

Reservieren

Zum Auftakt der ersten Ausgabe des OrgelSOunds-Festivals Solothurn steht ein Orgel-Battle auf dem Programm: ein Improvisationsduell auf der Königin der Instrumente. Zwei herausragende Künstler treten gegeneinander an – ohne Netz, ohne Noten, allein im Vertrauen auf ihr Können, ihre Kreativität und den Moment.


Auf der einen Seite steht Vincent Thévenaz, Organist der Kathedrale Genf, erfahren im Gestalten großer Klangräume und weit gespannter musikalischer Bögen. Ihm gegenüber Guy-Baptiste Jaccottet, Titularorganist am Temple de La Tour-de-Peilz, bekannt für seine stilistische Vielseitigkeit und seine lebendige Improvisationskunst. Zwei Persönlichkeiten, zwei musikalische Handschriften – ein gemeinsames Spielfeld.


Zentrum des Abends ist die historische Kuhn-Orgel mit ihrem reichen Klangspektrum und ihrer eindrücklichen Präsenz im Raum. Ergänzt wird sie durch eine kleine Truhenorgel sowie das Klavier. So entstehen unterschiedliche klangliche Perspektiven: vom intimen, transparenten Spiel bis zur vollen orchestralen Wirkung. Die beiden Organisten greifen Themen und Stimmungen auf, entwickeln sie weiter, reagieren aufeinander – mal kontrastierend, mal überraschend ergänzend.


Auch das Publikum wird in den Abend einbezogen. Begriffe, musikalische Richtungen oder Stimmungen können spontan eingebracht werden und dienen als Ausgangspunkt für die Improvisationen. So entsteht Musik im unmittelbaren Austausch – einmalig und nur in diesem Moment hörbar.


Durch das Orgel-Battle führen die Festivalmacherinnen Nadia Bacchetta und Sally Jo Rüedi mit Charme und dramaturgischem Gespür. Sie moderieren, ordnen ein und sorgen dafür, dass aus dem musikalischen Wettstreit ein spannungsreicher und zugleich zugänglicher Abend wird.


Rivalität trifft auf Respekt, Virtuosität auf Spielfreude, Tradition auf Spontaneität. Dieses Orgel-Battle ist kein gewöhnlicher Konzertabend, sondern ein lebendiger Auftakt, der zeigt, wie vielfältig und gegenwärtig die Königin der Instrumente heute klingen kann.


Vincent Thévenaz verbindet künstlerische Exzellenz mit stilistischer Offenheit und einem ausgeprägten Sinn für musikalische Vermittlung. Als Organist, Improvisator, Pädagoge und Dirigent erweitert er kontinuierlich das Repertoire und die Ausdrucksmöglichkeiten seines Instruments und setzt sich für eine lebendige, zeitgemäße Orgelkultur ein.


Er ist Professor für Orgel und Improvisation an der Haute École de Musique de Genève sowie Titularorganist und Carillonneur an der Kathedrale St-Pierre in Genf. Seine umfassende Ausbildung – in Orgel, Klavier, klassischer und jazzbezogener Improvisation, Musikwissenschaft, Musiktheorie, Dirigieren, Gesang sowie französischer und russischer Literatur – prägt sein vielseitiges künstlerisches Profil. Als international gefragter Musiker wird er regelmäßig zu Konzerten, Wettbewerbsjurys und Meisterkursen in Europa, Asien und Amerika eingeladen.


Thévenaz widmet sich intensiv der Improvisation und ist auch als Arrangeur tätig. Er kombiniert die Orgel mit unterschiedlichsten Instrumentalbesetzungen und pflegt neben der klassischen Konzertorgel auch Carillon, Kinoorgel und weitere Tasteninstrumente. Als anerkannter Spezialist für das Harmonium besitzt er eine bedeutende Sammlung historischer Instrumente, die er solistisch wie im Ensemble einsetzt. Zahlreiche Einspielungen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen sowie seine Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern und Dirigenten.

© Fotos: Grégoire Fillion und Jean-Daniel Fuhrer


Guy-Baptiste Jaccottet (*1998) verbindet Tradition und Innovation in allen Facetten seines Wirkens. Als Konzertorganist, Pädagoge und künstlerischer Leiter entwickelt er eigenständige und zeitgemäße Zugänge zur Orgel – stets mit dem Ziel, neue Begeisterung für dieses Instrument zu wecken.


Seit 2022 unterrichtet er am Konservatorium Lausanne. In den Studienjahren 2024–25 und 2025–26 lehrt er zudem Generalbass an der Haute École de Musique de Lausanne und gibt regelmäßig Meisterkurse in ganz Europa. Seine pädagogischen Kompositionen für Kinder, 2019 mit dem Preis der Vereinigung „Kinder an die Orgel“ ausgezeichnet, gelten inzwischen als feste Größe ihres Genres.


Jährlich konzertiert er rund vierzig Mal als Solist, Stummfilmbegleiter oder im Ensemble. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter der Fondation Organopole sowie Titularorganist am Temple de La Tour-de-Peilz und am Théâtre Barnabé.

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